Hauptargumente für
die Primaten-Initiative

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Schluss mit Güterabwägung

Nicht-menschliche Primaten sind unsere nächsten Verwandten. Wir haben sie aus ihrer natürlichen Umgebung in unsere Gesellschaft geholt. Es ist deshalb unsere Aufgabe, dass wir ihren Bedürfnissen hier in Basel Rechnung tragen. Ihr Rechtsschutz ist heute ungenügend, da der Kern ihrer Interessen auf Leben und auf körperliche und geistige Unversehrtheit nicht geschützt ist. So können durch eine sogenannte «Güterabwägung» noch immer selbst die schlimmsten Versuche und Haltungsarten bewilligt werden.

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Primaten leiden wie wir

Es steht heute ausser Frage, dass nicht-menschliche Primaten – genau wie wir Menschen – höchst empfindungsfähige Lebewesen sind. Sie sind uns genetisch sehr nahe, verfügen wie wir über ein hochentwickeltes zentrales Nervensystem und weisen ähnliche Neuronen- und Hirnstrukturen auf. Auch nicht-menschliche Primaten haben ein grundlegendes Bedürfnis, körperlich und geistig unversehrt zu bleiben.

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Sie haben eine komplexe Gefühlswelt

Primaten sind höchst intelligent und pflegen ein komplexes Sozialleben. So trauern Primaten zum Beispiel um verstorbene Bekannte und empfinden Mitgefühl gegenüber anderen Säugetieren.

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Die Zeit ist reif!

Die Initiative anerkennt die wissenschaftlichen Erkenntnisse über unsere nächsten Verwandten und erkennt die Zeichen der Zeit. Indem wir den seit jeher nötigen Schutz nicht-menschlicher Primaten endlich in der Verfassung festhalten, verhindern wir viel Leid – heute und in der Zukunft.

Was die Initiative NICHT fordert:

  • Primaten sollen Grundrechte auf Leben und auf körperliche sowie geistige Unversehrtheit erhalten. Sie sollen KEINE Menschenrechte bekommen. Sie werden also nicht abstimmen, heiraten oder Sozialhilfe empfangen können.
  • Mit der Annahme der Initiative wird der Zoo NICHT abgeschafft. Auch bei der indirekten Wirkung auf Private dürfen noch immer Primaten gehalten werden, sofern ihre Grundrechte gewährleistet sind.
  • Auch biomedizinische Forschung wird durch die Initiative NICHT verunmöglicht. Die Vorlage verlangt lediglich, dass die Rechte auf Leben und auf Unversehrtheit nicht-menschlicher Primaten in der Forschung der kantonalen Organe gewahrt werden. Private Unternehmen wären nicht direkt betroffen.
  • Nach Annahme der Initiative können nicht-menschliche Primaten NICHT machen, was sie wollen. Wie für menschliche Grundrechte gilt auch für die Grundrechte nicht-menschlicher Primaten, dass sie gewissen anerkannten Einschränkungen unterliegen. So ist eine Einschränkung der Grundrechte möglich, wenn sie den Kerngehalt nicht verletzt, eine gesetzliche Grundlage besteht oder sie durch ein öffentliches Interesse oder den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt und verhältnismässig ist.